Pressedienst immowelt.de vom  17.07.2008

Geld & Kapital

Anschlussfinanzierung: Rechtzeitig planen

Nach Ablauf der Zinsbindung kann es sinnvoll sein, für die Anschlussfinanzierung die Bank zu wechseln. Wichtig: Frühzeitig Vergleichsangebote einholen, rät das Immobilienportal Immowelt.de

Wenn nach zehn oder 15 Jahren die Zinsbindung ausläuft, bieten Banken ihren Kunden in der Regel eine Anschlussfinanzierung mit neu berechneten Konditionen an. Doch hier sollten Immobilienbesitzer genau aufpassen: Manchmal sind die Zinsen deutlich höher als bei anderen Anbietern. Zudem versenden manche Banken ihre Anschlussfinanzierungs-Offerten – auch Prolongationsangebot genannt – bisweilen recht kurzzeitig vor dem Ablauf der Zinsbindung.

Immobilieneigentümer sollten deshalb schon mehrere Wochen, besser mehrere Monate vor Ablauf des Alt-Darlehens bei verschiedenen Kreditinstituten Angebote einholen. Bereits eine Zinsdifferenz von 0,5 Prozent bedeutet, dass im Laufe der Jahre mehrere tausend Euro eingespart werden. Bei einer Darlehenssumme von 100.000 Euro und einem Zinssatz von 5,5 Prozent und zwei Prozent Tilgung zahlt der Darlehensnehmer eine Monatsrate von 625 Euro. Bei nur fünf Prozent Zinsen kann die Tilgung bei gleicher Monatsrate auf 2,5 Prozent erhöht werden. Folge: Nach zehn Jahren ist die Restschuld fast 6.000 Euro niedriger. Das Umschreiben der Grundschuld bei einem Bankenwechsel kostet in der Regel demgegenüber nur wenige 100 Euro.

Übrigens: Auch rechtzeitiges Nachfragen bei der Hausbank kann einiges bringen. Denn viele Geschäftsbanken sind angesichts der günstigen Konditionen von Online-Darlehensvermittlern inzwischen verhandlungsbereit und bieten ebenfalls konkurrenzfähige Darlehenszinsen an.

zurück

© Immowelt AG 2013   ® Marktplatz für Wohnung, Wohnungen, Immobilien und Häuser